Glasperlenstrahlen

Das Glasperlenstrahlen – oder auch Glasstrahlen, Verfestigungsstrahlen, Kugelstrahlen genannt – erfolgt vom Prinzip her wie das Sandstrahlen. Durch die runde Form des Strahlmittels wird die Oberfläche weniger stark aufgeraut und erhält eine seidig glänzende Optik.

Besonders Materialien wie Guss, Aluminium, Holz und Edelstahl werden mit dem Glasperlenstrahlen gereinigt und veredelt. Sollte ein Werkstück extrem durch Fett oder Öl verschmutzt sein, wird es vorher durch das Sodastrahlen gereinigt.

Oft ist es möglich, kleine Fehler und Unebenheiten in der Oberfläche zu beseitigen. Entgraten ist auch möglich. Größere Fehler und Kratzer bleiben weiterhin sichtbar. Verfärbungen, Anlauffarbe und Arbeitsspuren können durch dieses Verfahren beseitigt werden.

Der eigentliche Effekt beim Glasperlenstrahlen entsteht durch das “einprasseln” der Kugeln auf die Oberfläche. Durch die Kugelform findet nur sehr wenig oder gar kein Abtrag an der Oberfläche statt. Gleichzeitig verdichtet und verfestigt sich die Oberfläche. Das kann, je nach Ziel, vor- oder nachteilig sein.

Die Einsatzbereiche sind beispielsweise für:  die Reinigung von Motoren und Motorteilen, Entlackung von (Fahrzeug-) Teilen,

Verschiedene Körnungen

Vorteile Glasperlenstrahlen

  • Sehr geringe Staubbelastung
  • Farbe und Rost werden zugleich entfernt
  • Schöne gleichmäßig matt glänzende Oberfläche
  • Durch die runde Form weniger aggressiv / abrasiv als kantige Strahlmittel
  • Glas ist mir eine Mosh Härte von 6 nicht so hart wie andere Strahlmittel
  • Schnelle Ergebnisse
  • Mehrfach verwendbar
  • Eisenfrei – daher für Edel- und Sonderstähle sowie NE-Metalle (Schweißnähte) geeignet

Nachteile Glasperlenstrahlen

  • Oberfläche muss bei Metall versiegelt werden, um später nicht zu oxidieren – rosten (Metall) oder blühen (Aluminium)
  • Oberfläche kann sich erwärmen (je nach Strahldruck) und bei dünnen Blechen verziehen
  • Patina wird entfernt
  • Rückstände in Motorenteilen und Getrieben können schädlich sein